ASSESSMENTS:  ÜBERZEUGEN IM AUSWAHLGESPRÄCH

Der Begriff “Assessment” kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt “Bewertung”, “Einschätzung” oder “Feststellung”. Beim Assessment Center handelt es sich um ein komplexes Auswahl- beziehungsweise Beurteilungsverfahren, mit dessen Hilfe die Eignung eines Kandidaten für eine bestimmte Position eingeschätzt wird.


Dieses Verfahren wird entweder in Eigenregie vom Unternehmen selbst durchgeführt und entwickelt oder mit Unterstützung von externen Beratern. Die Beurteilung der Kandidaten kann einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden. Unabhängig davon, ob das Verfahren mit Einzelpersonen oder Gruppen durchgeführt wird, ist ein Assessment Center eine Kombination aus verschiedenen Tests, Plan- beziehungsweise Rollenspielen und Auswahlgesprächen.


So laufen Assessment Center ab

Wie sehen Assessment Center denn in der Regel aus? Los geht es meist mit einer Selbstpräsentation. Darin soll sich der Kandidat kurz und prägnant vorstellen. Sind Sie Bewerber auf einen konkreten Job, müssen Sie zudem Bezug auf die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen nehmen. Anschließend gilt es, seine persönlichen Stärken und Erfolge im Vortrag prominent zu platzieren – als Einstieg oder als Höhepunkt zum Schluss, beides wirkt. Rückfragen der Prüfer zu Schwächen sind Usus – also vorbereiten! Überlegen Sie auch, welche Aufgaben Ihnen schwerfallen: Was tun Sie, um diese Schwächen in den Griff zu bekommen? Wer solche Fragen souverän beantwortet, sammelt weitere Pluspunkte.


Ebenso werden Umgangsformen und Körpersprache bewertet: Steht der Kandidat selbstbewusst da? Sucht er den Blickkontakt zu Teilnehmern und Beobachtern? Oder zeigt er nervöse Ticks, wie Fingerklopfen oder Spielen mit Stiften?


Wer schon zu den Fachkräften im Unternehmen gehört und wessen Führungspotenzial nun ausgeleuchtet werden soll, muss dagegen eher mit Fragen zu seinen bisherigen Projekten, Problemen und Erfolgen rechnen. Mit abstraktem Geschwätz oder angelesenen Weisheiten sollte aber niemand versuchen seine Prüfer zu beeindrucken. Blender entlarven diese sofort mit geschickten Fangfragen. Was hilft, sind allein Ehrlichkeit und gute Vorbereitung.

Halten Sie also gute Antworten parat zu Fragen wie: Was machen Sie den ganzen Tag? Wie machen Sie das, und warum machen Sie das so? Wo hatten Sie Erfolg? Wo sind Sie gescheitert? Diese Fragen kommen fast immer. Antworten Sie nie abstrakt, sondern in Beispielen und Szenarien und Anekdoten. Je mehr äußere Umstände Sie schildern, desto plausibler wirkt die Entscheidung – auch wenn sie sich im Nachhinein als falsch erwiesen hat. In der Regel werden offene Fragen gestellt. Von guten Kandidaten werden schließlich Dialogfähigkeit, aktive Gesprächsführung und Initiative erwartet. Diesen Spielraum sollten Sie nutzen.


Auch Rückfragen sind erlaubt, genauso eigene Akzente: “Das ist eine interessante Frage, aber ich möchte zunächst betonen …” Bei offensichtlichen Fehlern ist die beste Strategie Kritikfähigkeit zu demonstrieren.


An solche Interviews schließt je nachdem noch eine Gruppendiskussion an. Bei einem Berufseinsteiger-AC noch eher als bei einem Manager-AC. Die Themen stammen oft aus dem aktuellen Wirtschaftsgeschehen. Fachwissen wird selten erwartet, dafür umso mehr Teamgeist. Auf keinen Fall sollte jemand den eigenen Standpunkt durchpauken, sondern ein gleichberechtigtes Gespräch führen. Wer sich zu stark in Szene setzt, kassiert genauso Minuspunkte wie Kandidaten, die sich hinter verschränkten Armen zurückziehen oder andere verbal attackieren. Besonders gerne sehen es die Beobachter, wenn sich ein Kandidat die Namen der Mitbewerber merkt und sie damit anspricht. So findet er schneller Verbündete und zeigt Integrationskraft.


Den Abschluss bildet immer ein ausführliches Gespräch mit den Beobachtern. Darin spiegeln sie ihre Eindrücke und fragen nach der Selbsteinschätzung. Das ist die Chance, missglückte Übungen gerade zu rücken und gute Ergebnisse zu unterstreichen. Understatement ist dabei Trumpf – keiner will Eigenlob, aber auch nicht übertriebene Selbstkritik hören. Es ist sowieso besser kritische Anmerkungen bereits während des AC umzusetzen. Das beweist Lernfähigkeit.



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